Das Problem im IT-Service

Egal was du in der IT tust, es wird neue Probleme indizieren. Keine Lösung ist perfekt – und auch wenn du es versuchst, kannst du nur gegen die Gegebenheiten testen, die du aktuell hast. Gegebenheiten ändern sich. Auch in Zukunft noch.
Eine aktuell perfekte Lösung ist eine die in kürzerer oder längerer Zeit zu Problemen führt. Diese Relation sollte einem bewusst sein.

Es ist also unverweigerlich dass du dich immer und immer wieder mit gleichen Themen auseinandersetzt – auch mit Themen dessen Lösung schon mal vor X Monaten oder Jahren gefunden wurde. Problemstellungen klingen gleich, die Lösung dazu muss sich aber aktuellen Gegebenheiten anpassen und deshalb gibt es keine perfekte Lösung.

Mag man ITIL-Lebenszyklus nennen, mag man auch nicht nach irgendwelchen Frameworks angehen. Schlussendlich endet ein Prozess nie – es kommen nur immer mehr dazu.
Wer das nicht versteht oder akzeptieren kann wird irgendwann entweder Interesse oder Willenskraft verlieren. Das bezieht sich nicht nur auf Personen, sondern auch auf Firmen und deren Tätigkeitsgebiete als Ganzes.

Weil die Anforderung nicht statisch sein kann, kann man deren Lösung nicht als Perfekt bezeichnen.

Incident Reports

Das Problem bei Incident Reports ist häufig nicht dass ein Ticket wirklich gut und zufriedenstellend gelöst wird – es ist oftmals das Problem dass selbst der Serviceprovider nicht genau weiß warum und wieso das jetzt geholfen hat.

Der gängigste Weg in der IT ist oftmals ein ausprobieren – eine Art „ausprobieren mit System“. Man hat gewisse Ansätze und testet sie so lange durch bis man „out of ideas“ ist. Wenn irgendwas arg fehlschlägt spielt man den VM-Snapshot von davor eben kurz zurück. Hat man ein Produktivsystem hat man sich den letzten Snapshot eben geklont und experimentiert dort.
Inmitten dieser ganzen Ansätze funktioniert es dann halt irgendwann und man weiß zu dem Zeitpunkt wirklich noch nicht genau warum und wieso das jetzt damit funktioniert hat.

Man schreibt sich also in seine KB, dass es damit funktioniert hat – damit es eben alle wissen und die künftig berechnete Zeit unternehmensweit effizienter verwendet wird, aber benötigt für die Nacharbeit gehörig viel Zeit die kaum Umsatz einfährt.

Das ist die Krux bei Incident Reports. Ein Mitarbeiter der sie schreibt fährt keinen Umsatz, ist also unprofitabel. Im Gegensatz dazu kann der Serviceprovider selbst nicht so richtig erklären warum und wieso irgendwas geklappt hat und warum es vorher oder urplötzlich ein Problem wurde.

Dazu gibt es auch ein passendes Wallpaper. Nur dass man selbst oftmals nur beschreiben kann welchen Ansatz man gefahren ist bis es zur Lösung kam.

Rasierer-Gratistests

Gillette macht häufiger mal Gratistests für Rasierer. In den letzten Jahren sogar so häufig dass man mit der richtigen Auswahl oftmals gut zurecht gekommen ist ohne tatsächlich Ersatzklingen kaufen zu müssen – sofern man sich nicht täglich rasiert und die Klingen wie ein Weltmeister verbraucht.

Nu isses wieder so weit, beim nächsten Einkauf solltet ihr einen Gillette mitnehmen und am besten darauf achten dass er auf einem separaten Kassenbon – also in einem extra Bezahlvorgang an der Kasse – abgerechnet wird.

Dann geht es aktuell hier weiter: https://www.gillette-testen.de/

Oftmals ist es aber auch ohne Gratistests viel günstiger statt Ersatzklingen sich einfach einen weiteren Nassrasierer zu holen und den alten in Gänze zu entsorgen.
Ansonsten ist es immer hilfreich mal ein wenig auf der Hut zu sein – kaufen muss man sich die Dinger eigentlich nur noch selten, oder wenn wirklich mal Not am Mann ist…

detailliertes Corona Tracing ohne Root

  1. F-Droid installieren
  2. Corona-Warnapp-Fork (CCTG) einrichten
  3. Warnapp-Companion installieren
  4. Corona-DB aus CCTG exportieren und via Android Sharing auf die Warnapp-Companion werfen

Resultat ist eine Auflistung der Matches mit exaktem Zeitstempel. Zusammen mit dem Standortprotokoll von Google Maps erlaubt das einen exakten Pinpoint auf den Ort des Auslösers. Zusammen mit der Bluetooth-Signalstärke ist der Smartphone-Abstand zueinander abschätzbar.
Damit wisst ihr wo, wann und was passiert ist. die offizielle App lässt euch nur raten, wann es in den letzten zwei Wochen hätte passiert sein können, hat aber im Endeffekt viel genauere Daten, die wenn sie schon vorliegen auch genutzt werden sollten.

Mit Root ist natürlich alles viel einfacher, hier darf dann die Companion-App direkt andere Apps manipulieren und der Zwischenschritt über geforkte Apps entfällt.

Rossmann wirft Shampoo mit Gewinn raus

Rossmann hat ja eine eigene App, die kann man sich mittels App Cloner oder ähnlichem schier unbegrenzt kopieren und hat so unendlich viele nacheinander nutzbare Coupons. Bei Rossmann sogar ganz ohne Accountzwang.

Manchmal – sogar etwas häufiger als überall anders – passieren dort aber auch ein paar Missgeschicke:
Aktuell gibt es wohl eine etwas zu hohe Gutschrift auf die Eigenmarken von Shampoo.
65 Cent Gewinn und zwei (oder drei?) Shampooflaschen. Falls ihr euren Vorrat mal wieder auffüllen wollt.

Rossmann selbst sieht die Nutzer von App Cloner als zu gering an um einen Accountzwang zu rechtfertigen, aber wenn dann doch ein Accountzwang kommt gibt es eben unendlich viele Accounts pro Person über Wegwerf-Mailadressen.

Für Apple-User geht das ganze leider nicht. Hier ist das kopieren von Apps nicht ganz so einfach, weil Apple es Entwicklern besonders schwer macht überhaupt auf die Plattform zu kommen. Hier muss man sich also mit einer einmaligen Geschichte zufrieden geben:

‎Rossmann
‎Rossmann
  • ‎Rossmann Screenshot
  • ‎Rossmann Screenshot
  • ‎Rossmann Screenshot
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  • ‎Rossmann Screenshot
  • ‎Rossmann Screenshot
  • ‎Rossmann Screenshot
  • ‎Rossmann Screenshot

Unauffällig macht ihr so etwas nur, wenn ihr den Gewinn direkt wieder in andere Produkte steckt. Dem Kassenpersonal wird nicht auffallen dass zu viel abgezogen wurde, wenn der Gewinn in anderen Produkten verbucht wurde und ihr trotzdem pro Einkauf etwas bezahlen müsst.
Skepsis und Meldung an höhergelegene Institutionen geschiehen nur wenn die Kassierer regelmäßig Shampoo und Geld rausgeben müssen – oder wenn ein Kunde petzt…

Aus dem Archiv: E-Scooter und die künftige Entwicklung

Dieser Beitrag ist alt. Er müsste etwa Februar oder Mai 2019 entstanden sein. Aus irgendeinem Grund hatte ich ihn bis jetzt in den Entwürfen, obwohl er eigentlich relativ gut fertig ist. 
Nun zwei Jahre später könnte ich sagen dass einige der Voraussichten in dem Beitrag sich nicht so ganz wie erwartet entwickelt hatten. Der E-Scooter wird aktuell hauptsächlich dafür verwendet nach Schluss der Öffi-Verbindungen doch noch nach Hause zu kommen, leider eben oftmals mit entsprechendem Alkoholspiegel. Auch ersetzt er statt dem Auto aktuell doch eher den kurzen Weg zu Fuß und macht damit das Gegenteil von dem was er eigentlich tun sollte.

Betrachtet dies also wirklich bitte als Anfang 2019 entstandenes:

Unser Verkehrsminister Scheuer möchte unbedingt E-Scooter auf den deutschen Straßen sehen. Das ist verständlich, da es für viele bedeutet auf das Auto verzichten und man ist nahezu gleich schnell unterwegs – zumindest in Städten die halbwegs auf Fahrradverkehr ausgelegt sind.

Mit seinem Wunsch Deutschland bzgl. E-Scooter an das normale Rechtsverständnis des Rests der Welt anzupassen ist Scheuer aber ziemlich alleine. Jede untergeordnete Institution äußerte Deutschland-Typisch seine Bedenken. Verglichen wird der E-Scooter nicht mit einem E-Bike und Pedelec, sondern mit einem Mofa. Kurioserweise entsteht daraus dann aber ein Mofa welches auf Fahrradwegen fahren soll, was erklärlicherweise Bedenken auslöst. Vergleicht man es allerdings mit einem versicherungsfreien Pedelec (auch E-Scooter benötigen überwiegend Anstoß per Fußkraft um überhaupt fahren zu können) ist die Vorstellung des Fahrens auf einem Fahrradweg schon eine ganz andere.
Es ist demnach verständlich warum unser Verkehrsminister mit Kraft versucht gegen die vorgelagerten Institutionen die Elektro-Kleinstfahrzeug-Verordnung durchzusetzen.

In Zukunft wird die überwiegende Mehrheit der Scooter nicht eKFV-Kompatibel sein

Schaut man nach China (oder Indien, oder Japan, oder sämtliche Länder mit dichterer Bevölkerung) sind dort E-Scooter seit mindestens einem Jahr bereits Gang und Gebe – überwiegend als Art Elektro-Vespa, aber mit kleineren Elektro-Tretrollern hält es sich je nach Land die Waage.
Das Problem: Fast der ganze Rest der Welt hat laschere Verkehrsregeln als Deutschland. Selbst im EU-Ausland, selbst in Österreich war die Einführung von E-Scootern kein größeres Problem. Die eKFV ist also kein EU-Demokratie-Problem sondern simpel und einfach ein Deutsches Demokratie-Problem.

Es gibt bereits Versuche von BMW und co E-Scooter auf den Markt zu bringen. Schaut man aber mal den E-Scooter-Verleih im europäischen Ausland und unseren Nachbarländern an, stellt man eines fest: es sind chinesische Marken die diesen Markt beherrschen. Bird, Wind, Lime und co verwenden fast ausschließlich Modelle aus dem Konglomerat zwischen Xiaomi, Segway und einer bis dato relativ unbekannten Firma Ninebot.
Diese Marken werden weiterhin den Markt beherrschen, solange BMW und deutsche Hersteller den Preispunkt der Chinesen nicht unterbieten können – dafür sorgt die politische Landschaft in Deutschland, die weiterhin stetig steigende Mieten auf Mindestlöhner in Branchen die diesen nicht zahlen müssten loslässt.
Wenn sich der Chinese mit einem E-Scooter für 330€ hinstellt und BMW einen Scooter für 2600€ danebenstellt, dann wird die Variante von BMW nicht gekauft, egal wie oft BMW betont, für den E-Scooter nebenan finde man nur schwer eine Versicherung, während BMW selbst mit vorausgefülltem Versicherungsschein wedelt.

Xiaomi und co werden also erst einmal die Oberhand behalten. Ich sehe es für unwahrscheinlich an, dass deutsche Wirtschaft es schafft die Chinesen in Punkto Preis-/Leistung in den kommenden Jahren zu schlagen. Da die chinesischen Marken allerdings nicht die Eigenarten der eKFV beachten wird es umso kurioser werden wenn gerade diese Marken ihren Hauptabsatz in Deutschland hinbekommen werden. Alle diese E-Scooter werden voraussichtlich nicht eKFV-Kompatibel sein, obwohl sie hierzulande verkauft werden und Absatz finden.

Ein Einwurf aus 2021: In etwa ist das auch so passiert. Die allermeißten kaufbaren E-Scooter sind elektrisch gedrosselte Abwandlungen der Xiaomi-Modelle, die Modelle der Verleiher sind in der Regel inzwischen Eigenentwicklungen (weil die Modelle von Xiaomi für den Alltagsvandalismus zu instabil sind und deshalb höhere Kosten verursachen würden).

Eine Versicherung als Leichtmofa oder Seniorenmobilitätshilfe

Versicherungen sind nicht teuer. Ein Leichtmofa (E-Bikes und Pedelecs über 25 km/h) gibt es bereits ab circa 35-40€, wählt man die Variante Seniorenmobilitätshilfe (die mehr Definitionsfreiheit über das zu versichernde Gefährt zulässt) kosten Versicherungen circa 70€.
Zu Hilfe kommt hier dass Versicherungen in der Regel nicht prüfen was genau sie versichern, bevor sie keine Leistung erbringn müssen.
Wirtschaftlich ist das nachvollziehbar, verdient man doch Geld durch die Versicherungsbeiträge für Geräte die in der Regel wenig Unfälle bauen und damit der Leistungsfall eher spät eintritt.

Das Problem: Die Versicherungen zahlen tatsächlich im Leistungsfall nur für Seniorenmobile und Leichtmofas (mit Sitz und Spiegel). Kommt es zum Leistungsfall hat die Versicherung alles Recht um den Schutz auch zukünftig aufzuheben und einen „Segway Ninebot Roller“ nicht mehr zu versichern. Dennoch gibt es rechtliche Unterschiede im Schadensfall:

  • Ohne Versicherung: § 6 PflVG (Gesetz über die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter)
  • Mit Versicherung: § 242 BGB (Leistung nach Treu und Glauben) sowie § 19 Abs. 5 StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung)

Für den ersten Fall: Ihr seid außerhalb von Privatgelände gefahren, weil ihr wusstet dass dort nicht Privatgelände ist, handelt ihr vorsätzlich.
Das mögliche Höchst-Strafmaß ist eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und Einzug des genutzten Fahrzeugs. Alternativ die Umsetzung der Freiheitsstrafe auf Tagessätze – also einen Jahres-Nettolohn des Angeklagten.
Das Pflichtversicherungsgesetz ist allerdings für Autos geschrieben worden. Zu dem Höchst-Strafmaß kommt es also nur wer z.B. mit einem 16-Tonnen-LKW vorsätzlich andere Menschenleben in Gefahr gebracht hat oder ähnliches. (Wobei hier dann noch mehr dazu kommt – wegen vorsätzlicher Verletzung und so weiter.)
Ein E-Scooter ist ein deutlich kleineres Gefährt und kann demnach auch keinen ähnlichen Schaden anrichten wie es ein voll geladener 16-Tonnen-LKW getan hätte. Ein entsprechend milderes Strafmaß ist also zu erwarten.
Ich vermute ein Strafmaß in Höhe von 20-40 Tagessätzen via Vergleich zu vorsätzlich ohne Versicherung gefahrene Mofas. Gleiches kann nach Ermessen des Gerichts auch als Sozialstunden abgesessen werden, je nachdem wo es gerade bei den Sozialhilfs-Projekten fehlt – Manpower oder Finanzen. Ich persönlich vergleiche die Schuld mit OLG Hamm, 18.12.2006 – 2 Ws 329/06.

Der zweite Fall: Ihr habt einen neuen E-Scooter und habt eine Versicherung abgeschlossen, weil es ja der Entwurf der eKFV bereits vorgibt. Ihr wisst nicht (weil ihr diesen Artikel nicht gelesen habt), dass diese Fahrzeuge nicht versicherbar sind und habt dank fehlender Prüfung seitens der Versicherung bereits euer Kennzeichen und dieses auch entsprechend einiger der grundlegenden Vorgaben (20 cm über Boden) angebracht.
Als Versicherungstyp habt ihr das nächstliegendste genommen – das Mofa bis 25 km/h.
Ihr befolgt hier den Regeln nach Treu und Glauben (nach § 242 BGB). „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ und damit fällt der Fall zurück auf § 19 StVZO (Fahren eines Fahrzeugs ohne Betriebserlaubnis) und je nach Verteidigung der Versicherung auf § 265 StGB (Verischerungsmissbrauch). Könnt ihr also nicht nachweisen dass ein Versicherungsvertreter euch bestätigte, dass ein E-Scooter versicherbar ist und im nachgewiesenen Schadensfall Leistung erbracht wird – ist ein entsprechendes Strafmaß zu erwarten.
Vergleichen tue ich den Fall auch weiterhin mit der Entscheidung vom OLG Hamm aus Fall 1. Sofern der E-Scooter nicht mit Absicht und in vollem Wissen falsch versichert wurde.

Mit alldem entsteht auch die Pflicht dass der Angeklagte die Gerichtskosten zu tragen hat, daher sollte man das Strafmaß alleine nicht unbedingt für niedrig erklären.

Kostenpunkte

Im Falle eines Unfalls wird es entsprechend teuer. Auch wenn kein weiterer involviert wird: Auf Arbeitswegen zahlt die Arbeitgeber-Versicherung nicht – sofern ein Vorsatz vorliegt. Dann fällt alles auf die Krankenkasse zurück, die ihre Kosten teilweise oder in Gänze zurückverlangen kann (§ 52 SGB V).
Ein Krankenwageneinsatz kostet in der Regel ca. 300€ pro Einsatz. Die darauf folgende ambulante Notaufnahme an die 1000€ (pro Tag mit Untersuchungen). Hier kann die Krankenkasse aber nur die Kosten übernehmen die nicht zwingend mit dem Unfall zu tun haben. Bekommt ihr nach einem Unfall also eine Schutzimpfung verpasst sollte die Krankenkasse zumindest diese übernehmen.
Nichtsdestotrotz sind umfangreiche Behandlungen teuer, gerade bei Knochenbrüchen kann es schnell sehr viel Geld kosten.

Noch umständlicher ist es mit fremdem Unfallopfer. Da Vorsatz erfüllt ist zahlt diese für die Kosten eures Gegenübers ebenfalls nicht, hier sind also u.U. gleich zwei Rechnungen zu begleichen.

Fazit

E-Scooter sind im Kommen, auch Städte und Regierungen wollen, dass sie kommen um den Verkehr zu entlasten, die Luftverschmutzung zu reduzieren und aus vielen weiteren Gründen. Gerichte werden also ebenfalls ein Interesse daran haben keine höheren Strafen aufzuerlegen, weil dies lokale Pressemeldungen konträr zur aktuellen Stimmungslage hervorrufen würde – die letztendlich schädlich für das Ansehen einer Stadt sind.
Die Judikative ist hier eindeutig hinterher, genau so wie die lokale Wirtschaft, die weiterhin keine entsprechenden Alternativen für die Konkurrenz aus Fernost schaffen kann und voraussichtlich nicht können wird.

Fachkräftemangel

Wir haben einen Fachkräftemangel. Das predigt die IT-Branche seit über fünf Jahren. Lasst uns mal schauen wie ein Mangel überhaupt entsteht. Daran verstehen wir vielleicht warum es überhaupt einen andauernden Fachkräftemangel gibt und was man dagegen hätte eigentlich unternehmen sollen.
Weil die ganze Branche ja schon seit fünf Jahren darüber jammert, tut sie ja eigentlich auch nichts dagegen.

Angebot und Nachfrage

Ein Mangel entsteht weil es zu wenig gibt. Es gibt zu wenig wenn weniger als Nachfrage produziert wird. So stupide das auch klingt, so kann es aber auch auf Fachkräfte und jede Art von Arbeitskraft übertragen werden. Wir sehen das bei Halbleiterchips weil unter Anderem die Kryptowährungen eine immens hohe Nachfrage stellen, aber eben auch bei Handwerksberufen oder eben in der IT.
Der Mangel ist also nur darin begründet dass die Nachfrage höher als das Angebot ist.

Nun, ganz simpel sind wir beim Dilemma zwischen Angebot und Nachfrage angekommen. Wir sind uns einig dass das Angebot für die Nachfrage zu niedrig ist? Gut. Wir müssen also entweder das Angebot oder die Nachfrage anpassen damit beides sich wieder auf einer Ebene einpendelt.

Angebot

Das Angebot definiert sich hier aber aus mehreren Aspekten. Auf dem freien Arbeitsmarkt aller arbeitssuchenden Personen scheint man die gewünschten Personen nicht zu finden. Wer hier bereits aufgibt hat aber nicht weit genug geschaut.
Angebot erzeugt man auch in dem man Personen dorthin bringt wo man sich braucht. Das ist die Vorstufe dazu diese Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Wird dies nicht getan entsteht die Schere zwischen Angebot und Nachfrage und Schwupps haben wir den Mangel.

Nachfrage

Das ist sehr selbsterklärend. Das was gesucht wird ist die Nachfrage. Sind die Anforderungen anders ändert sich auch die Nachfrage und verschiebt wieder alles.

Fachkräfte sind teuer und mühsam

Ein ausreichend qualifizierter Mitarbeiter muss gehalten werden. Das ist unter Führungsaspekten gar nicht mal so leicht. Der Arbeitsmarkt gerade zu Zeiten eines Mangels erlaubt es Arbeitnehmern quasi konstant für Verbesserungen zu sorgen, in dem man Arbeitgeber wechselt. Das ist nicht im Interesse der Firmen und sollte also verhindert werden. Das geht ganz easy mit Verträgen a la „Fortbildung finanziert unter Voraussetzung dass du für X Jahre nicht kündigst.“ oder ganz altmodisch mit Gehaltsanpassungen.
Eine Ausbildung ist also teurer als sich bereits qualifizierte Mitarbeiter zu suchen, die es aber ohne sie auszubilden nicht gibt. Man schießt sich hier also selbst ins Bein wenn man nur sucht und nicht ausbildet. Das schadet der Branche als Ganzes, nicht nur der eigenen Firma.

Hört mit dem Billigst-Prinzip auf

Dagegen arbeiten kann man nur, wenn man das Billigst-Prinzip ablegt. Ein Ziel auf die billigst-mögliche Weise zu erreichen verhindert in dem Fall die Ausbildung so lange bis die Suche nach Fachkräften teurer wird als die Ausbildung an sich.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollten wir also vermehrt sehen können dass die Ausbildung solcher Fachkräfte wieder anläuft. Sobald es billiger ist in der gleichen Zeit die eine Suche gekostet hätte einen Mitarbeiter zu qualifizieren wird sich wieder Angebot und Nachfrage verschieben.
Was den Markt manipuliert ist auf Krampf Fachkräfte auf dem Markt zu suchen. Die Möglichkeit der Ausbildung zu haben, sie aber nicht zu nutzen, auch wenn diese im gleichen Zeitrahmen günstiger gewesen wäre.
Auf Krampf zu suchen passiert relativ leicht und oft auch unbewusst. Schließlich sind die Kosten für Arbeitnehmersuche die Lohnkosten jeder Person die sich damit beschäftigt.

Der Masterplan

  • Definiert was ihr sucht.
  • Fakturiert die Ausbildung gegen die Suche mit ein, seid euch klar dass die Suche bezogen auf alle Arbeitszeiten ebenfalls ziemlich teuer ist
  • Definiert Ausbildung. Seid euch klar wie das funktioniert, definiert da einen Weg und setzt diesen als Standard. Das beliebte „Person A lernt bei Person B“ ist oft recht suboptimal weil es nun mal eben auch eine Arbeitslast gibt.
  • Nehmt in Kauf dass Ausbildung für euch teurer ist als die Suche, definiert wie viel Unterschied ihr euch zwischen Ausbildung und Suche leisten könnt.

Ich bin sicher auf diese Weise bekommen wir diese Mammutaufgabe hin, je mehr mitmachen desto Schneller ist das Problem gelöst. Andere Branchen bekommen dies relativ gut hin, warum also nicht die IT?

Ein Mangel ist nur so lange ein Mangel wie die Menschheit unwillig ist diesen Mangel zu beheben.

Verlässliche Bahnverbindungen finden

Man sollte beim Bahnfahren also ein wenig beachten:

  • Direktverbindung. Keine Umstiege, wenn die Zeit nicht passt dann eher Termine schieben so dass ihr Umsteigen verhindern könnt.
  • Nicht am Anfangsbahnhof der Zuglinie einsteigen und auch nicht am letzten Bahnhof aussteigen. (wenn der ganze Zug von vornherein schon gleich sein gelassen wird habt ihr direkt ein Flexpreis für die nächstbeste Route)
  • Nahverkehr statt Fernverkehr (aber da kann man denke ich mal ein Auge zudrücken).

All das erlaubt die Bahn in ihren Filteroptionen eigentlich recht gut zu filtern. Zugtyp ICE ohne erlaubte Umsteigebahnhöfe als erstes probieren und dann nach und nach aufweichen. Zugtyp ist wichtiger als Umsteigebahnhöfe. Achtet darauf dass ihr wenig vermischte Zugklassen habt. Gibt es eine Route aus Fernverkehrszügen, wenn ihr ohne Umstieg wirklich nicht fahren könnt, dann vermischt bitte auch nicht Nah- und Fernverkehr. Nur da wo es zwingend notwendig ist, weil kein Fernverkehr auf der Strecke möglich.
Der Routenvorschlag der Bahn tendiert dazu auch gerne mal vermeidbare längere Nahverkehrsstrecken zu setzen – dagegen müsst ihr arbeiten. Das kann ein ganz schöner Suchakt sein, aber es lohnt sich.
Ein Beispiel: Bremen-Hamburg wird mit beidem befahren, kommt ihr aus dem Süden gibt es Routen die einen Umstieg in Bremen vermeiden, auch wenn der Metronom (Nahverkehr) enger getaktet fährt und damit Klassenspung-Verbindungen schneller machen als reine Fernverkehrsrouten. Hier lieber etwas mehr Routenzeit in Anspruch nehmen um einerseits Umstieg und andererseits auch Zugklasse zu wahren.

Grundkonstrukt: ICE und IC sind die deutsche Bahn, der EC kann ein Subprovider sein, der RE ist Nahverkehr und damit öfter als ein EC Subprovider. Habt ihr in einer ICE/IC Strecke Fahrgastrecht-Fälle dann geht das einzig und allein auf die Deutsche Bahn, da ist keiner der vielen Transdev-Töchtern dann dran schuld.

So kommt ihr an verlässliche Zugverbindungen die nicht ausfallen, oder wenn ausfallen dann schon direkt zu Beginn damit ihr dann gleich die ganze Chose mit der Zugwahl noch mal durchmachen dürft.

Kleiner Tipp am Rande wenn es mal nicht um die Zeit geht: EC8/EC9 für Nord-Süd-Verbindungen, Wagen 263. Dauert länger, ist aber über Münster/Dortmund/Köln/Bonn weitaus besser von der Szenerie. Ihr wisst warum genau dieser Wagen wenn ihr den Zug einfahren seht. Das ist der Panoramawagen der SBB, damit habt ihr die zuverlässigen Schweizer und nicht die deutsche Bahn für innerdeutsche Verbindungen.
Die Bahn hat leider kein passendes System um spezifische Zugnummern zu suchen, daher die Zugklasse filtern. Dass EC8 und EC9 die SBB ist, ist Insiderwissen.
Am besten bezahlt man sowas dann in Franken auf der Website der SBB, dann habt ihr auch alle digitalen Finessen die zum Bahnfahren dazugehören in der SBB-Variante.

verlässliche Maskenfirmen finden

gerade zum Ende der Pandemie buhlt nun jedes Masken-Verkaufs-Startup um Kunden. Ja, China ist da ein großer Hersteller und so wie China nun mal eben Export fördert, so fördert es doch ein Mischmasch aus kleinsten Händlern und Startups als Freigt Forwarder die eine Herkunft relativ gut verschleiern können.

Um sowas gut einschätzen zu können ist es aber auch wichtig zu wissen welche nationalen Anbieter es gibt und ob es realistisch ist dass diese Firmen verlässlich Masken produzieren können.

Wie bei jedem Kauf bei dem es um etwas mehr Sicherheit geht ist ein wenig zu recherchieren:

  • Was tut die Firma? Wer steckt dahinter? Seit wann tut sie das?
  • Was vertreibt diese Firma, lässt sich Rückschlüsse auf Medizintechnik machen die weit vor Pandemiebeginn schon produziert wurde?

Hier sind Aussagen wie die von Elon Musk mit leichtigkeit Beatmungsgeräte herstellen zu können eher als Negativzeichen zu sehen, schlicht und ergreifend weil keines von Musks Unternehmen bisher in der Medizintechnik aktiv war.

Generell hilft hier vielleicht auch eine „Suche andersherum“ – sucht nach Herstellern und Konzernen für Medizintechnik und prüft ob diese Atemschutzmasken vertreiben. Erst nach Hersteller, dann nach dessen Produkt, nicht andersherum.

zwei ganz werbefreie Empfehlungen:

  • FFPshop.de gehört zum Großkonzern Drägerwerk, welcher seit Anbeginn der Zeit Medizintechnik und Medizinzubehör herstellt und vertreibt. Seit der Pandemie ist auch ein Maskenverkauf an Privatpersonen von Drägerwerk eröffnet.
  • Siegmund.care (Bernd Siegmund GmbH (Archivlink)) – ist ein vor 30 Jahren gegründetes Maschinenbauunternehmen welches gut expandieren konnte. Maschinenbau und Filtertechnik ist nicht so weit voneinander entfernt.

So filtert man genau diejenigen raus, die aus der Pandemie Kapital schlagen wollen.

Reisen

Eine kleine Checkliste die vielleicht etwas umfangreicher als eure ist – von Hotel rede ich schon gar nicht erst.
Vielleicht erklärt das auch meine tagelange Nacharbeit für alle möglichen Flugreisen. Vor dieser Checkliste hier ist das Flugticket und das Hotel idealerweise schon gebucht.

  • Gepäcktransport vorweg?
  • Reiseschutzversicherung? Gepäck, Verspätung, Auslandskrankenversicherung
  • Kontaktpartner für Flugverspätungen ausfindig machen.
  • Schalter eurer Airline im Transit für Flugänderungen ausfindig machen.
  • Transithotels und dessen Preise bei Flugverspätungen, mit Versicherung abklären.
  • erkaufbare Priority Lane für jeden Flughafen?
  • Flughafenlounges in die man sich reinkaufen kann?
  • Airport Concierge? VIP-Services?
  • Keine Lounge? Keine Concierges? Fluggastströme recherchieren und Ruheplätze finden.
  • Schwieriger: Welche Gates werden für eure Flugverbindungen genutzt? Fluggastbrücke? Laufwege zu Zielen in Flughäfen berechnen.
  • Zeit zwischen einzeln gebuchten Flugtickets >= 3 Stunden? (wegen Baggage Handling etc.)
  • In den drei Stunden im Transit duschen, wenn ja wo sind die Duschen?
  • Hat das Hotel bei eurer Ankunft überhaupt eine besetzte Rezeption?
  • Transfer vom Flughafen zum Hotel? (Nach Priorität: zeitnah oder billig)
  • Kein zeitnaher Transfer? Gepäckschließfach? Tätigkeiten dazwischen? Transit-Hotel?

Viele der Punkte kann man relativ easy mit höherklassigen Hotels erschlagen. Dennoch – nur mit Vorbereitung seid ihr nicht diejenigen die durchdrehen wenn irgendwas schief läuft. In Ruhe zum Transitschalter laufen und das trotzdem schneller können
Generell eher positiver denken. Freut euch doch die Fluggastrechte und die Versicherung in Anspruch zu nehmen wenn irgendwas schief läuft, außerdem habt ihr dann weitaus mehr Zeit um ganze Flughäfen kennen zu lernen.