Warum brauche ich einen Assistenten in einer Waschmaschine?

Die IFA steht vor der Tür. Es dreht sich mal wieder alles um den Stand der Technik. Letztes Jahr gab es die Kühlschränke die an der Tür das anzeigten was hinter der Tür ist und Funktionen die Magnete auf der weiterhin magnetischen Oberfläche unnötig gemacht hätten.

Die sind nun irgendwie in der Nische verschwunden – und was kommt jetzt? Die sprechende Waschmaschine. Also „sprechend“ im Sinne von Google Assistant und co. Da kommt mir die simple Frage in den Kopf – Warum zum Teufel soll dieses Gerät jetzt mir irgendwas mitteilen wollen?

Um das ganze richtig zu verstehen: Ich sehe wenig Sinn darin, dass mir eine Waschmaschine alles mögliche erzählen kann. Die einzige Funktion die ich sinnvoll finden würde ist dass sie eben mitteilt sie sei fertig – das war es dann aber auch schon.
Natürlich sind Momente denkbar in denen die Waschmaschine partout nicht ohne Stromsparmodus laufen will weil der Smarte Stromzähler allen Geräten im Haus mal wieder mitgeteilt hat, dass man wieder überm Durchschnitt sei. – Aber das will der Kunde nicht…

Und so beschränkt sich die Funktion eines Assistenten in der Waschmaschine auf das simple „Ich bin Fertig“ – die Wäsche einladen, alles nötige dazugeben und sie dann wieder rausholen muss man trotzdem – ob man sich jetzt nun merken kann dass der Waschgang üblicherweise zwei Stunden braucht oder nicht.

Viel Sinn sehe ich darin also nicht – eher den gleichen Sinn wie 2016 die Kühlschränke für Leute die zu faul sind die Tür mal eben kurz aufzumachen… Entweder eine Waschmaschine tutet laut, wenn sie fertig ist oder man hat die Zeit eh im Zeitgefühl oder das Google Home Gerät meldets eben – das alleine produziert noch lange keinen Wunsch bei Käufern unbedingt eine vernetzte Waschmaschine haben zu wollen. – Oder schätze ich den Markt dafür viel zu falsch ein?

Samsung möchte den Kühlschrank zur Familienzentrale erklären

Kühlschränke, ein zentrales Objekt im Leben von – wem eigentlich? Den Vielfraßen? Das mal dahingestellt will Samsung den Kühlschrank zur Familienzentrale erklären. Dazu gibt’s den Kühlschrank namens RB7500 mit einem 21,5″ Touchscreen und allerlei Familienplanungs-Apps.

samsung rb7500

z.B. eine Notizapp, oder die Überwachungszentrale für die Smartphones der eigenen Kinder. Der Kühlschrank mit amerikanischen Ausmaßen kann aber auch den Inhalt darstellen und möchte sehr gerne wissen was denn in ihm steckt und wie lange sich eben jenes hält. Dazu sind Gegenstände im Kamerabild mit Tags versehbar, so kann man z.B. Milch an seine – Marmelade schreiben… Oder eben auch an die Milch… Bild- und Texterkennung ist nicht integriert. Die Entwickler sagten mir dass man sich hier noch auf die Erkennung von Barcodes eingeschossen hat und die simple Erkennung von Schriftzügen wie „Milch“ oder „Erdbeermarmelade“ oder deren üblichen Verpackungsformen einfach noch zu umständlich sei. Der Kühlschrank erkennt auch nicht dass sich Milch in der Regel eine Woche lang hält (je nachdem welche Milch man kauft natürlich). Auch das muss man dem Kühlschrank beibringen. Hat man das einmal getan, erinnert der Kühlschrank daran, dass die Erdbeermarmelade namens „Milch“ abgelaufen ist.

Ein paar sinnvolle Einsatzzwecke hat der Kühlschrank aber dennoch, neben der oben genannten Totalüberwachung der eigenen Kinder kann man auf diesem Kühlschrank auch fernsehen und im Internet surfen. So muss das Chefkoch-Rezept nicht ausgedruckt neben dem Herd voll Fett gespritzt werden, sondern kann ganz einfach auf dem Kühlschrank angezeigt werden. Die Kinder können von Ihren Smartphones aus auch Notizen auf den Kühlschrank posten und und und…
Android-Apps sind nicht möglich, da der Kühlschrank auf Samsungs eigenem Tizen OS läuft.

Das zeigt einmal wieder dass die Hersteller noch keinen richtigen Wegplan für Smart Home haben, das Grundkonzept der Vernetzung ist bewusst, aber deren Umsetzung wird schwer. Es bleibt fraglich ob die Funktionen eines solchen Kühlschranks dann auch genutzt werden können oder ob Google mit einer weiteren Android-Splitterversion den proprietären Geräten einmal wieder den Kampf ansagen muss um Smart Home überhaupt durchsetzen zu können.

Alphabet setzt Nest weiter unter Druck

Wegen Unwirtschaftlichkeit warnt Google bzw. Alphabet die Tochterfirma Nest etwas Umsatzstärker zu werden. Man habe nur ungenügend Innovation und wenig Fortschritt, der Erfolg basierte bisher rein auf großen Ankündigungen.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:NestLearningThermostat3.JPG

Da dies u.A. die finanziellen Ziele die Google erwartet hat weit verfehlt, warnt Alphabet nun die Firma dass bald keine Unterstützungsgelder in Höhe von 500 Millionen USD pro Jahr fließen könnten. Auch soll es intern bei Nest durch einen von Apple abgeworbenen CEO Tony Fadell dank seines Größenwahns ein wenig Streitereien geben. Darunter leiden sowohl Kundenbeziehungen als auch die Mitarbeiter.
Das von Google festgesetzte jährliche Umsatzziel ist nur durch die Übernahme des Startups Dropcam erreicht worden, ohne diese Übernahme sei der Umsatz weit geringer gewesen.
Google möchte inzwischen auch mit Nachdruck in Smart Home Themen einsteigen, da man sonst eine Chance vorbeiziehen sieht. Damals habe man sich Nest deswegen einverleibt.

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Internet of things – von Samsung auf der IFA

Samsung hat neues für die IFA. Um was genau es sich handelt ist noch nicht bekannt. Neben den üblichen neuen Smartphones und der Gear 2 wird es laut diesem Teaser auch einiges für das Internet der Dinge geben.

https://www.youtube.com/watch?v=0GSVtTjjqb4

Bleibt gespannt was genau Samsung vorstellen wird. Mit großer Wahrscheinlichkeit könnte Samsung ein Smart Home Kit vorstellen, der das eigene Haus Digitalstromartig verbinden kann.

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Xiaomi bereitet sich auf Patentkampf vor

Xiaomi hat an die 2000 Patente, die überall da gelten, wo Xiaomi Produkte verkaufen will. Hinlänglich bekannt ist, dass Xiaomi auch nach Europa und in die USA expandieren möchte.

(c) Wikimedia Commons - CC by SA 2.0

Das Problem in den USA sehe man bei den Patenten, so Xiaomi. Daher lege man sich alles zurecht um sich auf den USA-typischen Patentkampf vorzubereiten und um diesen auch zu gewinnen.

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Aus Noki wird Nuki

Hört sich wie ein Wortwitz an, ist aber keiner. Hintergrund ist ein Rechtsstreit mit Nokia. Die smarten Türschlösser/Schlüsselumfassungen von Kickstarter müssen sich nun umbenennen und geben damit ihren bisherigen Wortwitz „No Key“ (Noki) auf.

Wer die Idee interessant findet oder gleich mit vernetzten Schlüssel-fest-in-Tür-montier-Lösungen beim Thema Smart Home anfangen will, kann sich auf der (neuen) Homepage von Nuki per Mail informieren lassen, wann der Vorverkauf startet.
Ich bin gespannt, wann wir das erste mal vom CCC oder von Hackergruppierungen einen Tür-Aufschließ-0day-Beispielcode finden werden…

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