Windows: Nach Domänenbeitritt keine lokale Anmeldung mehr möglich

Problem: Ein Clientrechner wurde in eine Domäne gebracht, nach Domänenbeitritt erfolgt beim Versuch sich mit lokalen Zugangsdaten anzumelden ( .\Benutzername ) die Fehlermeldung “Die Vertrauensstellung zur lokalen Domäne ist nicht mehr vorhanden”.
Meldet man sich zwecks Administratorrecht mit Domänenadministrator an, bekommt man beim Ausführen von Administations-Aufgaben (Computerverwaltung etc) die Meldung, dass höhere Rechte erforderlich seien.
Normale Domänenbenutzer können sich weiterhin anmelden und als Standard-Benutzer arbeiten.

Annahme: Es existieren keine Gruppenrichtlinien die die Anmeldung von lokalen Accounts zu verhindern versuchen.

Lösung:
Der PC oder Laptop hängt nicht mehr in dem Domänennetzwerk und benötigt z.B. kabelgebundene, Domänen-Netzwerk-Ports. Nach dem Anstecken dieser verhält sich Windows wie gewohnt.

Offene Fragen:
Falls mir einer sagen kann warum genau die Vertrauensstellung zum lokalen Anmeldedatenspeicher verloren gegangen ist, nur weil der PC nicht in einem Domänen-gebundenen Netzwerk unterwegs ist, könnte ich die Ursache genauer ergründen.
Prinzipiell sollte ja die Anmeldung sowohl an bereits lokal vorhandenen Domänenprofilen als auch an lokalen Konten unabhängig vom Netzwerk möglich sein. Die Domänenanmeldung für einige Jahre bis die Vertrauensstellung zwischen DC und Rechner verloren ist, aber die am lokalen Anmeldedatenspeicher dauerhaft.

Google Chrome absichern

Google Chrome ist der am weitesten verbreitetste Browser. In der Regel auch aus guten Gründen, ist er doch gefühlt wirklich schneller und meist am technischen Puls der Zeit.
Google greift mit dem Chrome letztendlich vor und Mozilla und Microsoft müssen Folgen und tun dies meist auch recht ächzend.

Nichtsdestotrotz ist der übliche Browser nicht unbedingt sicher. Aber vorerst muss man erklären was das überhaupt bedeutet.

Ein Browser ist unsicher, weil er einen Haufen an Metadaten übrig lässt. Die Metadaten die anfallen müssen lauten in etwa “Hausanschluss X hat dann Seite Y aufgerufen”.
Es gibt aber auch weitaus mehr Metadaten die einfach so gesendet werden – z.B. einfach nur um die Kompatibilität zu gewährleisten.
Z.b. gehen bei Website-Besuchen auch deine Browserversion und dessen Fenstergröße und Displaygröße zur Website – in der Regel einfach nur damit diese sich auf einem Bildschirm gut darstellen kann.

Das i.d.R. komplett unnötige geht allerdings auch mit. So wird den Websiten die ihr über diese Website besucht mitgeteilt dass ihr von schnell.news kommt und eingebettetes Adobe Flash könnte eure internen IP-Adressen verraten.

Gegen einiges kann man allerdings vorgehen. Einge Erweiterungen zur Minimierung von Metadaten hierzu möchte ich hier einmal vorstellen.

Der WebRTC Network Limiter limitiert die Daten die mit dem Framework für Echtzeitverbindungen und P2P-Verbindungen mitgegeben werden. Solch ein Framework wird z.B. für die Skype Webapp verwendet oder überall da wo es um Videochat oder Browser-Multiplayer-Games geht die nicht mehr auf Adobe Flash basieren.
Mit dem Nework Limiter sollten diese Seiten weiterhin funktionieren, bekommen aber keine unnötigen Daten mehr.

Referrer Control geht ein wenig weiter. Der Referrer ist der Wert der Quell-Seite für Google Analytics und jegliches Werbetracking die herausfinden wollen woher ihr eigentlich kommt. Um Verkaufsprovision für Blogger nachweisen zu können oder einfach nur um sich selbst besser zu positionieren.
Zu Beginn sind allerdings dort Einstellungen notwendig: bei “default referer for all other sites:” muss die Standardeinstellung “Block” gewählt werden. Die Option “3rd” ist dafür da um zu erlauben dass eine Website Referrer-Links von sich selbst bekommen kann.
Das passiert z.B. wenn ihr nach dem Lesen dieses Beitrags auch auf das Logo oben Links klickt um zu meiner Homepage zu kommen.
Deaktiviert ihr die “3rd” Option bekommt auch das die Website nicht mehr. Da das aber unbedenklich für die Privatsphäre ist und dem einzelnen Blogbetreiber mehr hilft und nicht Werbemäßig auswertbar ist – kann man das ruhig anlassen.
Einige Websiten werden vielleicht danach nicht mehr funktionieren. Besonders Twitter oder AliExpress.com viel mir auf. Hierzu müssen dann Ausnahmen in den Optionen der Erweiterung gemacht werden

uMatrix geht deutlich weiter, in dem es erst mal sehr viel blockt. Nachdem ihr die Erweiterung installiert habt, merkt ihr erst einmal dass quasi alles anders aussieht.
Wie man dann an das Problem ran geht hat Sempervideo schon gut erklärt:

ProtectMyChoices ist dafür da aufzupassen dass Cookies und OptOuts von Werbetreibenden für den Browser gültig bleiben. Sie tut eigentlich nicht viel mehr als das und hat auch nicht sonderlich viele Optionen. Neben dieser kann auch noch IBA-OptOut für die Google-Werbung und das Anti-GoogleAnalytics-Plugin verwendet werden.

Canvas Defender (Alternative verlinkt, original-Extension offline) blockiert so gut wie möglich das Fingerprinting (sprich: das erstellen einer ID anhand all eurer gesendeten Daten um die wiedererkennung zu gewährleisten) in dem es zu den Daten einfach Zufallsdaten gibt. So könnt ihr anhand eurer HTTP-Daten nicht mehr wiedererkannt werden und damit ist die Verknüpfung zwecks Werbung und Nachverfolgung hinüber.

ModHeader ist für die ganz hartgesottenen. Damit passt ihr gewisse Werte im HTTP Header einfach selbst an. Empfehlen kann ich das allerdings nur wenn ihr wisst was ihr da tut.

IPfuck (aus dem Chrome WebStore geflogen, daher GitHub) ist ebenfalls für Fortgeschrittene. Diese setzt in den Forward-Tag im HTML-Header Zufalls-IPs so dass es für Websites so wirkt als würdet ihr die Seiten nicht selbst aufrufen sondern ähnlich eines Proxy-Servers diese für jemanden anderes aufrufen.
Dies hat nicht unbedingt etwas mit Privatsphären-Schutz zu tun, nur wird der Zielserver dann dahin getäuscht dass ihr das eigentlich nicht selbst verwendet…

Zu guter letzt hilft ebenfalls ein ordentlicher Adblocker. Entweder einer der die Option für “nicht aufdringliche Werbung zulassen” gar nicht erst hat, oder jeder andere, nachdem man die Option für nicht aufdringliche Werbung deaktiviert hat. Ich würde hier zu uBlock Origin raten, welches im Katalog für Chrome-Erweiterungen allerdings sehr viele Nachmacher hat, man sollte also aufpassen das echte uBlock hier zu erwischen. Nach Installation sollte man eine extra Liste wie MVPS Hosts abonnieren um neben Werbung auch noch Privatsphäre-Gefährliches blocken zu können.

So – das waren meine Tipps zur Metadatenminimierung im Chrome Browser. Ob ihr da mehr oder weniger nutzt bleibt euch überlassen, im Umkehrschluss seid ihr dann aber auch diejenigen die auffallen weil sie eben so wenige Metadaten senden – was euch wieder identifizierbar macht. – Allerdings wird alleine schon durchs Referral-Blocking die interne Optimierung von Amazon teilweise unterbunden, Cashback-Portale wie Shoop.de und co funktionieren danach allerdings auch nicht mehr.
Es lohnt sich auf jeden Fall für den täglich benutzten Browser ein wenig dafür zu sorgen dass dieser sicherer ist als andere. Wer auf Cashback und co angewiesen ist sollte speziell dafür dann aber auch einen anderen Browser – zum Beispiel den Edge von Microsoft öffnen.

Falls ihr weitere Vorschläge habt könnt ihr mir die gerne senden. Kommentare gibt es hier nicht mehr, aber andere Möglichkeiten gibt es im Internet schließlich auch.

Den Symantec Token für PayPal gibt es noch

Symantec mit den VIP Token verschwanden irgendwann von der Bildfläche. Ursprünglich verkaufte PayPal die Sicherheitstoken noch selbst, nun nicht mehr und man verweist auf die SMS-Funktion als Zweit-Faktor zur Anmeldung.

Da die SMS aber bei weitem nicht so sicher ist wie es der Symantec-Token war bin ich auf Suche gewesen.
Das eigentliche Problem wird vermutlich sein, dass Symantec aus irgendeinem Grund die Produktion der Token eingestellt hat. Sie sind quasi nicht mehr im Internet zu finden – nur noch vereinzelte Drittanbieterangebote gebrauchter oder vereinzelt auch neuer Großpackungen der Tokens gibt es. Allerdings werden diese oft nur in die USA versandt. Der Rest der Welt muss dann wohl oder übel das inzwischen wieder beim UVP von 20 US-Dollar angekommene Gerät selbst importieren. Mit den Versandkosten des Freight-Forwarding Dienstes (z.B. Borderlinx.com) liegt der Token dann auch in jedem Fall über Zollfreigrenzen und wird demnach über 30€ teuer…

Falls man sich aber dazu entschieden hat doch noch einen zu ergattern stößt man an das nächste Problem. PayPal scheint gar nicht mehr anzubieten die Token überhaupt einzurichten. Überall verweist man auf die SMS-Funktion.
Es gibt keine Möglichkeit mehr über PayPal direkt die Oberfläche aufzurufen. Dies geht nur noch über den Link direkt. Wenn ihr angemeldet seid, kommt hier hiermit weiter:

https://www.paypal.com/de/cgi-bin/webscr?cmd=_activate-security-key-any

Dies geht momentan nicht mit der Symantec VIP App oder mit den Symantec Token im Kartenformat. Allerdings gibt es noch weitere Token die nicht im Kartenformat sind welche weiterhin funktionieren.

Dieser Beitrag ist auf dem Stand September 2018. Ich übernehme keine Gewähr für nicht funktionierende Tokens und dessen finanzielle Folgen wenn diese zum ausprobieren bestellt wurden, da PayPal diese jederzeit für neue Nutzer deaktivieren kann.
Aktuellere Informationen (auf Englisch) findet man in den Kommentaren auf dieser Seite.

Nonsense für zwischendrin #24

Bagger und Baum in Pollenzeit. Würde diese Prozedur einmal mit jedem Baum zu beginn der Pollenzeit erledigt, hätten wir Allergiker das Jahr über nur ein paar Tage lang extreme Probleme.

Amazon und Google machen den Orwell’schen Teleschirm Salontauglich

Es ist interessant zu sehen wie die Technik voranschreitet. Nicht auf der technischen ebene, sondern auf einer rein philosophischen.
Vielleicht habt ihr Orwells 1984 bereits gelesen oder vielleicht auch nicht. Seit Jahren sagt man diesem Buch nach, es würde exakt das wiedergeben was eben in der Welt so passiert, nach dem Tod von Orwell selbst. Es stellt ziemlich exakt dar wie die Kontinente nun wirtschaftlich funktionieren und wie die Politik der einzelnen Länder sich im Groben entwickelt.
Man mag vielleicht finden, dass man zum Glück noch nicht in der von Orwell beschriebenen Welt lebt – aber durch die aktuellen Entwicklungen wird diese Welt Stück für Stück immer normaler.

https://www.flickr.com/photos/markhillary/12296057236 (CC BY https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

Drohnen als “der große Bruder”

Drohnen, fürs Filmen super, für Geheimdienste super. Ich schätze mal dass Geheimdienste nichts anderes einsetzen als das was Endkunden eh schon auf dem Drohnenmarkt kaufen können. Es gibt sogar eine Nachfrage – auch von Leuten die ihren Stadteil filmen und auf YouTube hochladen möchten.
Es ergibt unter Umständen tatsächlich nettes und hilfreiches Videomaterial. Das allermeiste davon filmt etliche der Gärten, die Google mit den Streetview-Kameras eh schon fotografierte. Nur ist Google daran gerichtlich gescheitert. Streetview darf in Deutschland aus diesem Grund noch nicht flächendeckend ausgerollt werden – es verletzt die Privatsphäre anderer Leute.

Genau das tut eine Drohne per Konzept. Nun haben die Drohnenhersteller aber einen Anwendungszweck dafür gefunden, warum die Menschheit so etwas brauchen könnte. Ein Video ist letztendlich tatsächlich sogar noch viel mehr als ein simples Serienfoto der Vorbeifahrt über den Gartenzaun hinweg.
Es wird also immer normaler dass Drohnen über unsere Köpfe hinwegfliegen. Es wird immer egaler was diese nun wirklich tun und wem diese gehören. Die neue deutsche Kennzeichnungspflicht schreibt nun vor, dass der Eigentümer der Drohne auf dieser zu stehen hat.
Aber interessiert es Leute dann noch ob der Eigentümer jetzt der deutsche Bundesnachrichtendienst oder der eigene Nachbar oder der Filmproduzent in der gesperrten Straße nebenan ist?

In Orwells Buch gibt es den Großen Bruder. Da er alles sieht muss man sich zwingend Regelkonform verhalten und hat relativ bald Strafen zu fürchten, wenn man sich nicht an diese hält. Herr Orwoll hat sich 1948 sicherlich noch keine Drohnen oder eine Videoüberwachung a la Großbritannien vorstellen können. Daher schrieb er auf der abstrakten Ebene vom “großen Bruder” als fiktive Person oder fiktiven Gegenstand der genau das darstellen soll.

Das “Ministerium für Wahrheit” gegen Fake News

Die Falschinformationen die schon Donald Trump groß zum Wahlkampfthema gemacht hat und sie selbst für seinen Wahlkampf nutzte sind ein weiteres Thema welches mich stark an Orwell erinnert. Gerade die EU versucht momentan eine Art “Nachrichtenministerium” zu bilden und hat bereits Facebook dazu verpflichtet Teams einzusetzen die Fakten von Beiträgen prüft und bei unzureichender Faktenlage löscht.
Websitebetreiber müssen Falschinformationen löschen, wenn sie darauf aufmerksam gemacht wurden. Der Schritt hin zu einer Nachrichtenagentur a la China, die der Presse erlauben muss Artikel zu veröffentlichen ist nicht mehr weit. All das wird nun als Vorteil für den jeweiligen Nutzer angepriesen. Es gibt ja immer einen Vorteil dadurch.

Das “Ministerium für Wahrheit” stellt genau das dar. Alles handschriftliche wird kontrolliert, das einzige was sicher ist sind die Gedanken, die aber durch Mundpropaganda entstehen, die wiederum der “Große Bruder” definitiv mitbekommt.

Google Home, Amazon Alexa als ein Teleschirm

Verblüffende Ähnlichkeit mit Orwells “Teleschirm” hat Amazon Echo Show. Das Gerät stellt wohl ziemlich exakt dar, was Orwell damit meinte. Zwar wird über den Lautsprecher noch keine Propaganda verbreitet. Für Werbung ist zumindest Googles Alternative “Home” auch schon verwendet worden.
Die Nutzer haben nun einen Vorteil davon sich einen Teleschirm ins Haus zu stellen. Ganz wie in Orwells 1984 wird dadurch eines Tages sicherlich die einfache Videotelefonie möglich. Die normale Telefonie ist ja bereits jetzt schon per Zuruf möglich. Dass Amazon Echo und Google Home regelmäßig einzelne Gesprächsfetzen und vollständige Sätze an Google überträgt ist hinlänglich bekannt (siehe hier und noch einer – wobei TheRegister eher allem möglichen monoton kritisch gegenübersteht).
Es ist sicherlich kein großer Schritt mehr in Richtung personalisiertem Google-Home-Wahlkampf durch die Search History und die Tischgespräche im Raum. Es ist ein Kinderspiel für Google sämtliche Google Home Geräte darauf zu trainieren bei Parteinamen die “Verbesserung der Erkennung des Okay Google Keywords” einzuschalten und eben jenen Abschnitt über das Familien-Tischgespräch einzelner Parteien kurzerhand auf die Firmenserver zu übertragen. Natürlich gibt es die “Mikrofon aus”-Taste – die aber auch als Markierung dienen kann dass nun etwas gesagt wird, was für den Bundesnachrichtendienst relevant sein könnte. Das Gerät ist ja weiterhin an und lässt unter Umständen zu das Mikrofon per Sprache dann auch wieder aktivieren zu können.
Die bisher bekannten sozialen Netzwerke wissen ganz genau zu welcher Partei du nun tendierst, sei es durch die besuchten Websites mit Teilen-Buttons oder einfach nur aufgrund dessen was du anschaust. Da sie zwingend versuchen müssen für euch relevant zu bleiben ist das ganze Konzept darauf ausgelegt für euch relevante Informationen zu finden. Wieder ein Vorteil für euch.

Wir gleichen uns immer weiter an

Es geht also immer weiter in Richtung Orwell. Nur eben modernisiert für unsere Welt. Das interessante daran ist nicht der Fortschritt, sondern die Normalität mit der wir uns einen Amazon Echo Show ins Haus stellen, die Normalität die sicherlich irgendwann einkehren wird wenn gelegentlich eine Drohne über unseren Köpfen liegt. Vielleicht sehen wir dann sogar die Kinder die mit eben jener spielen oder das Fernsehteam das diese gerade verwendet. Vielleicht denken wir uns dann einfach nur dass um die Ecke in einem hohen Stockwerk jemand auf dem Balkon sitzt und seine Drohne Gassi-Fliegt…
Wir mögen es vielleicht komisch finden, dass ein Attentäter Minuten nach den Eilmeldungen bereits feststeht, die Technik wird ja auch immer besser. Wir denken gar nicht erst an eine Falschmeldung. Die Wahrheit ist das was uns vorgespielt wird, keiner denkt darüber nach. Dass die Wahrheit am nächsten Tag korrigiert wird weil nun die Exekutive herausgefunden hat wer es nun wirklich war erscheint uns dann auch immer normaler. Vorerst war es halt jemand anders…

Warum brauche ich einen Assistenten in einer Waschmaschine?

Die IFA steht vor der Tür. Es dreht sich mal wieder alles um den Stand der Technik. Letztes Jahr gab es die Kühlschränke die an der Tür das anzeigten was hinter der Tür ist und Funktionen die Magnete auf der weiterhin magnetischen Oberfläche unnötig gemacht hätten.

Die sind nun irgendwie in der Nische verschwunden – und was kommt jetzt? Die sprechende Waschmaschine. Also “sprechend” im Sinne von Google Assistant und co. Da kommt mir die simple Frage in den Kopf – Warum zum Teufel soll dieses Gerät jetzt mir irgendwas mitteilen wollen?

Um das ganze richtig zu verstehen: Ich sehe wenig Sinn darin, dass mir eine Waschmaschine alles mögliche erzählen kann. Die einzige Funktion die ich sinnvoll finden würde ist dass sie eben mitteilt sie sei fertig – das war es dann aber auch schon.
Natürlich sind Momente denkbar in denen die Waschmaschine partout nicht ohne Stromsparmodus laufen will weil der Smarte Stromzähler allen Geräten im Haus mal wieder mitgeteilt hat, dass man wieder überm Durchschnitt sei. – Aber das will der Kunde nicht…

Und so beschränkt sich die Funktion eines Assistenten in der Waschmaschine auf das simple “Ich bin Fertig” – die Wäsche einladen, alles nötige dazugeben und sie dann wieder rausholen muss man trotzdem – ob man sich jetzt nun merken kann dass der Waschgang üblicherweise zwei Stunden braucht oder nicht.

Viel Sinn sehe ich darin also nicht – eher den gleichen Sinn wie 2016 die Kühlschränke für Leute die zu faul sind die Tür mal eben kurz aufzumachen… Entweder eine Waschmaschine tutet laut, wenn sie fertig ist oder man hat die Zeit eh im Zeitgefühl oder das Google Home Gerät meldets eben – das alleine produziert noch lange keinen Wunsch bei Käufern unbedingt eine vernetzte Waschmaschine haben zu wollen. – Oder schätze ich den Markt dafür viel zu falsch ein?

Zolo: Anker mit neuem Kickstarter-Projekt

Der Amazon-Händler Anker, der  für alles mögliche an Smartphone-Zubehör bekannt ist, startet mit dem Namen Zolo demnächst eine Kickstarter-Kampagne für ein Gerät, welches ziemlich exakt nach den “The Dash” Kopfhörern aussieht.

Zolo - Neue Kopfhörer von Anker?

Nun teasert man ein ähnliches Gerät auf einer Website mit Newsletter-Opt-In an. Ein Hinweis auf eine Kickstarter-Kampagne ist auch vorhanden.
Warum auch immer der Anker-Konzern dieses Produkt per Kickstarter finanzieren muss. Mit dem festen Standbein im Amazon-Geschäft sollte man eigentlich ausreichend Kapital haben um ein paar neue Produkte zu finanzieren, wie es in den sonstigen Produktreihen auch geschieht.
Vielleicht will man hier nur auf die gefloppten “The Dash” anspielen und den gleichen Kickstarter-Effekt nutzen um selbst ein Produkt der Kategorie zu haben.
Neben Samsung und einigen weiteren ist man hiermit aber auch nicht mehr alleine auf dem Markt.

Das Gegenteildenken

Ich schaue mir gelegentlich Berichte über Social Media an. Aus Richtung Sascha Lobo mit der “Blasentheorie” (Meinungsverstärkung durch Timelines in deinen Social Media Netzen die ausschließlich deine Meinung unterstützen). Und ich wundere mich gelegentlich warum die Menschheit überhaupt so einseitig ist.
Social Media ist in dieser Blasen-Technik aufgebaut weil sich dadurch am meisten Nutzungszeit und damit am meisten Geld erwirtschaften lässt.
Gehen wir mal davon aus, dass die meisten dieser Nutzer bereits wissen was die Blase mit ihnen macht – das predigt Sascha Lobo in vielen Vorträgen.

Ich wundere mich warum keiner daraus einen Ausweg sucht. Nicht aus Social Media raus – sondern aus dieser Blase. Ich gebe zu, es ist anstrengend Artikel zu lesen, die das Gegenteil deiner Meinung behaupten, aber diese Artikel haben Gründe und sind auf irgendeine Art belegt. Bevor du nicht verstehst welche sachlichen Gründe die Gegenseite für ihre Meinung hat, kannst du dir deine eigene Meinung also nicht bilden. Das bezeichne ich gerne als Gegenteildenken. Es ist dermaßen anstrengend und in deinem Kopf wirkt es sehr zeitraubend – daher vermute ich dass viele davon absehen gegenteilige Meinungen zu lesen und zu analysieren. Dadurch entsteht aber die Blase, und damit kommst du immer rein.

Es gibt immer – auch gute – warum Trump gewählt werden sollte, auch wenn du der anderen Meinung bist. Es gibt immer Gründe warum die AfD mit ihrem Parteiprogramm Deutschland voranbringen könnte – auch wenn es deiner Meinung nach eher das Gegenteil ist. Ohne Diversität gibt es keine Meinung. Ohne das Gegenteil von etwas betrachtet zu haben kann die Meinung also nicht gefestigt werden.

Jede Entscheidungsmatrix tut dies, jede Gruppenarbeit, jede Entscheidung in Gruppen ist auf Abwägung einzelner Meinungen ausgelegt. Nur ihr selbst tut es meistens nicht…

Das Wasserspray von DM lieber nicht trinken

Update aus 2022, Wasserspray ohne Duftstoffe

Es gibt ein Wasserspray ohne Geschmack. Enthalten sind Wasser und Stickstoff als Gas, um das Wasser auf Druck herauszubekommen. Ob es sich dann hier um destilliertes Wasser handelt weiß ich noch nicht, in Maßen kann man auch destilliertes Wasser trinken, im Übermaß schadet es dem Körper aber – ironischerweise trocknet es den Körper aus. Also bleibt lieber beim Makeup fixieren oder beim Abkühlen und nehmt weiterhin normale Wasserflaschen zum Trinken.

Beitrag von 2017

Ich weiß jetzt nicht mehr, wieso ich die Idee hatte, das Wasserspray von DM einfach mal in den Mund zu sprühen. Vielleicht erinnere ich mich an diese Zuckerwasser-Sprays mit Zungenfärbemittel aus meiner Kindheit.

Das Balea Wasserspray von DM in der Duftrichtung Limette & Basilikum

Spontan den Gedanken gehabt doch mal DM darüber zu fragen ob man das denn auch darf. In vielen Produkten ist ja destilliertes Wasser, was ja nicht unbedingt ohne weiteres getrunken werden sollte.

Den genauen Anfragetext habe ich leider nicht mehr, da DM den auf der Website eingegebenen Text nicht wieder per Mail zurücksendet – Ich hatte aber gefragt ob man das Wasserspray (auch das mit Parfum versetzte) gefahrenlos trinken könne – weil es sicher irgendwelche Leute gibt die sich Wasser aus einer Sprühflasche eben auch gerne mal direkt in den Mund sprühen. Welche Gründe man dazu auch immer haben mag.

Also nein, “hochgereinigtes normales Wasser” – heißt für mich eher, dass es destilliert ist und eben hinterher mit Parfum und co versetzt wurde. “frei von […] Kalk” unterstreicht für mich das ganze noch einmal, da es beim destillieren von Wasser ja grundsätzlich darum geht den Kalk rauszubekommen.
Ich würde also davon abraten das zum Trinken dann doch recht teure Wasser dann auch tatsächlich zu trinken, da man ja eher davon absehen sollte solches Wasser zu trinken.

Abseits von dem stetigen Gedanken sich das Zeug in den Mund sprühen zu wollen finde ich das Sprühwasser ziemlich genial. Bisher kennt man das ja nur aus den Badezimmern der teureren Langstrecken-First-Class-Flüge und von Evian, aber auch mal so für heiße tage und einige Sekunden lange Erfrischung finde ich das ganz nett. Auf die Anwendung mit Makeup gehe ich hier mal überhaupt nicht ein – weibliche Kollegen können da sicher deutlich detaillierter von berichten.

Ansonsten – wenn DM das hier lesen wird (oder sollte) – stehe ich immer noch an zwei Fronten. Die Meldung oben bescheinigt mir mit ~60% Wahrscheinlichkeit, dass es sich um destilliertes Wasser handelt – außerdem mit Parfum, Glycerin und sonstwas – in kleinen Mengen sicher nicht schädlich – aber dürfte ich davon jetzt mir gleich eine gesamte Flasche in den Mund sprühen? Auch wenn das jetzt für Wasser eher sehr teuer wäre stehe ich noch weiter auf dem Schlauch.

Für interessierte: In den DM laufen, und mal in den Getränkekühlschränken schauen – das ist eigentlich auch ein Anzeichen dass man es trinken können sollte…
Abseits von dem oben gezeigten gibt es auch ein Wasser mit Kokos-Geruch und ein normales. Wäre das normale verfügbar gewesen hätte ich das genommen – so musste ich auf die beiden anderen umsteigen.

Google Home und die Werbe-Erinnerung für Disney

Die Tage erhielten Nutzer der Google Home Mikrofonwanzen in Assistent-Form aus eben jenen Werbung für den Disney-Film “Die Schöne und das Biest”.

Damit sind wir weiter einen Schritt in Richtung Orwells Teleschirm, der in seinem 1984-Buch natürlich auch Werbepropaganda fleißig an die Haushalte verteilte.
Ganz so drastisch sei es aber nicht, so Google. Es handle hier sich um eine personalisierte Empfehlung für die Nutzer der Assistenten – dies könne man nicht als Werbung ansehen, da es ja auf vielen weiteren Variablen, wie die Uhrzeit oder die Interessen der Nutzer abzielt.
Genau das ist allerdings die Hauptsache für Werbebotschaften. Werbung muss im passenden Zeitraum abgespielt werden und die Wanzen von Google erkennen aufgrund der Geräusche so oder so die Anwesenheit des Nutzers. Alternativ würde das Smartphone ja eh den Standort und das passende WLAN-Netz als verbunden melden.

Bleibt abzuwarten bis die Lautsprecher laufende Gespräche stören, weil ein falscher Fakt gefallen ist.
Interessante neue Welt, besonders wie sie sich schleichend dann doch immer näher den eigentlich fiktiven Geschichten aus dem bereits 1948 geschriebenen Buch von Orwell anbahnt. Es aber weil der User ja interesse daran hat nicht in Zusammenhang gebracht werden könne.

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