WhatsApp Gruppeneinstellungs-Kettenbrief debunk

Wir nehmen einen aktuellen Kettenbrief in Whatsapp:

Ich bin mir nicht sicher, ob Du das schon weißt, aber WhatsApp hat heimlich die Gruppeneinstellungen auf „Jeder“ geändert, so dass Leute, die Du nicht kennst, Dich zu einer Gruppe hinzufügen kann, einschließlich zwielichtiger Wettchats, Kredithaie, Finanzbetrugsgruppen…

Du kannst Deine Einstellungen ändern:
1. Gehe zu WhatsApp:
2. Gehe in die Einstellungen
3. Gehe zu Konto (Account)
4. Gehe zu Datenschutz
5. Gehe zu Gruppen
6. Ändere von „Jeder“ zu „Meine Kontakte“, drücke (Fertig).

Ich habe meine überprüft und sie war auf „Jeder“ eingestellt. Bitte informiere Deine Freunde.

Whatsapp Kettenbrief zu Datenschutzeinstellungen bei WhatsApp

Warum ist das ein Kettenbrief?

Formulierungen wie „Bitte informiere Deine Freunde“ und der Druckaufbau mit „heimlich“ und „über Nacht“ und übertriebener Beispiele – in dem Fall halt Wettchat oder Finanzbetrug.
Gleiche Techniken wendet man übrigens beim Social Engineering an.
Wahlweise werden Aufmerksamkeit erheischende Emoji-Ketten hinzugefügt.

Fakten

  • Die Einstellung zum Hinzufügen in Gruppen wurde nicht erst kürzlich geändert, sie war schon immer so.
  • Ändert ihr diese Einstellungen müsst ihr die Person die euch zu Gruppen hinzufügen soll im eigenen Adressbuch haben, das ist auch im normalen Umfeld nicht immer der Fall. Es umzustellen bedeutet also trotzdem eine weitere Verkomplizierung.
  • Die Personen die euch zu Gruppen hinzufügen soll, muss eure Telefonnummer erst einmal haben und im Adressbuch abgespeichert haben. Das ist selbst bei Spam-SMS eher selten der Fall, oft wird heutzutage Spam via SMS auch weiterhin per Nummern raten durchprobiert und versendet.
  • Ganz ehrlich: Ihr würdet doch Gruppen erkennen die euch gar nicht erst betreffen und dort auch sofort wieder raus gehen, oder?

Im Grunde genommen also wieder ein Kettenbrief der so gar nichts inhaltlich sinnvolles enthält. Klar, sie zeigt die Optionen für Datenschutz für Anwender die diese vielleicht noch nicht kennen, das macht sie zumindest weniger schlimm. Die Tatsache dass das nur per Kettenbrief zu funktionieren scheint ist allerdings traurig.

Denkt dran: In jedem Kettenbrief steckt immer eine Unwahrheit, das haben alle gemeinsam.

via Spiegel (Vorsicht: agressive Cookiewarnung auf Desktoprechnern, keine Paywall)

Clubhouse auf Android

Clubhouse gibts jetzt auch für Android. Offiziell nur in den USA. Hier aber in ganz kurzer Form wie ihr das bewerkstelligt, egal wo auf der Welt ihr nun gerade seid:

  • Auf eurem Android diese Seite aufrufen
  • dort den Download der neuesten Version in der Variante „nodpi“ suchen und herunterladen
  • Den Download starten.
  • Euer Android bittet euch nun die Installation von Apps zuzulassen, das solltet ihr in dem Fall auch tun

Jetzt seid ihr in Clubhouse dabei und braucht auch weiterhin eine Telefonnummer die bereits eingeladen wurde um die App ohne Warteliste zu nutzen.

Dazu noch ganz kurz: Die App ist im Early Access – ihr solltet also Fehler erwarten und nicht böse sein wenn die App mal abstürzt oder rumspinnt. Kommt ihr nicht mehr weiter, startet euer Smartphone einmal neu.
Auch sollte euch klar sein dass Stand heute alle in den Talks von Apple ausgehen, besonders wenn es um die Bedienung von Clubhouse geht ist das bei euch anders, oder fehlt komplett, weil die App nicht fertig ist.

Der Google PlayStore erkennt die App, weil sie dort ja auch registriert ist, bietet euch aber nicht an die App zu aktualisieren, ihr seid ja nicht in Amerika. Zur Aktualisierung geht bitte wieder wie oben vor. Genau so wie in Windows auch können Android-Apps einfach „drüberinstalliert“ werden.

Exchange On-Premise: Mails von Freigegebenen Postfächern in der Outlook App

Nachgetragenes Vorwort

Letztendlich gibt es einige Methoden – von der besten hin zur schlechtesten:

  • Der OnPrem wird komplett zu einem Exchange-Online in der Azure Cloud transferiert, nach Umstellung den OnPrem komplett abschalten. (Dazu gehören allerdings auch Gedanken was man dann mit den Domaincontrollern tut)
  • Im Hybridbetrieb ist die Online-Variante mit Microsoft 365 autodiscover für die Mailabhandlung zuständig, der OnPrem Exchange schiebt dann nur ein noch nicht modernisiertes altes AD hoch und dient nur als Schnittstelle eines veralteten ADs hin zum Exchange Online. Die Variante anders herum, wenn der OnPrem die Mails abhandelt funktioniert meines Wissens nicht.
  • Das AD-Objekt vom Postfach aktivieren und ihm ein Kennwort setzen. Mit diesen Daten dann anmelden. Das verstößt allerdings gegen Lizenzrecht und bricht jeden Microsoft Audit. Ansatz hier ist dann das Umdrehen der gesamten Lizenzierung auf Gerätebasierte Lizenzen, damit könnt ihr womöglich dieses Problem umgehen.
  • die kommende Methode hier die vollkommen entgegen Datensparsamkeitsgedanken ist – damit kopiert ihr Mails

jetzt aber zurück zum Thema:

Eine direkte Methode gibt es nicht, aber eine indirekte. Die ist sehr sehr „dreckig“.
Die sauberste Lösung ist eine Kombi aus Azure AD und Exchange-Online – hier kann ich auch nur vermuten, meine aber gesehen zu haben dass sich hier Exchange verhält wie vom Anwender erwartet. Das tut OnPrem leider nicht.
Hier soll es aber um die dreckige Lösung gehen, weil man ja gewisse Datenschutz-Spinnereien bei der bloßen Erwähnung von „Azure“ und „Exchange Online“ hat

Gedanken zur dreckigen Methode

Mit der Methode kopiert ihr E-Mails. Das hat einmal den Datenschutz zur Folge, weil ihr automatisiert Mails an Postfächer anderswo hin kopiert.
Andererseits vergrößert es die Datenbank, da ja jede Mail doppelt abgelegt wird. Je nachdem wie viele Postfächer die Mail dann empfangen.
Speicherplatz sollte aktuell kein Problem mehr sein, dazu gehören aber Gedanken bzgl. der Performance und ob die Datenmenge in 2-3 Jahren weiterhin flüssig abgearbeitet werden kann. Stetig langsamer werdende Systeme wird der Anwender nicht bemerken, wohl aber abrupt nicht mehr funktionierendes.
Das hättet ihr mit der skalierbaren Lösung im Azure Umfeld mit Exchange Online direkt erschlagen. Siehe Vorwort und deren Priorisierung.

Die Mails zu kopieren ist also genau so viel Speicher wie bei einem Verteiler – es ist ja auch einer. Man könnte also auch absprechen ob man freigegebene Postfächer so umstellt, dass es dann Verteiler sind. Damit verliert man die übersichtliche Auflistung als extra Postfach und die Alten Mails aus dem Postfach zu kopieren ist ein ziemlicher Aufwand. Wenn die Anwender sich dazu keine Filterregeln im Outlook anlegen können ist das ein starker Negativ-Punkt der euch auch von Kunden oder Anwendern entgegen kommen wird.

In Kürze – oder für die Erfahrenen

ForwardingSMTPAddress, darauf achten dass DeliverToMailboxAndForward auf $true steht. Sonst stibitzt ihr den ganzen Desktop-Anwendern die Mails weg.
Begleitende Gefahren: ForwardingSMTPAddress ist als erweitertes AD-Attribut genügend intransparent und wird in kaum einer GUI angezeigt, oft ist es auch der letzte Punkt an dem der dann schon verzweifelte IT-Dienstleister nachsieht. Im MessageTrackingLog steht dann urplötzlich einfach ne andere Mailadresse drin.
Zudem sind alle Empfänger, auch externe möglich.
Das macht es enorm gefährlich, ForwardingSMTPAddress sollte also bei jedem IT-Sicherheitsmenschen auf der Liste stehen.

Code in der Management Shell:

Set-Mailbox -Identity "XY" -DeliverToMailboxAndForward $true -ForwardingSMTPAddress irgendeinemail@irgendeinedomain.com

Bei mehreren Empfängern benötigt es eine DistributionGroup, da das AD-Attribut nur eine Mail pro AD-Objekt fassen kann. Sind mehrere externe Empfänger notwendig arbeitet man mit Contacts.
Kontrolle:

Get-Mailbox -Identity "XY" | Format-List ForwardingSMTPAddress,DeliverToMailboxAndForward

Länger – für die nicht ganz so erfahrenen

Methodik: Mails von Freigegeben Postfächern an persönliche Postfächer weiterleiten. Microsoft hat stand heute (siehe Artikeldatum) noch nicht geschafft OnPrem-Exchanges den Abruf von Freigegebenen Postfächern in der eigenen Outlook App zu integrieren.
Geht die Mail doch ins persönliche gibts nen Pling auf dem Smartphone und Mobiluser sind glücklich.

Culprit: User von Outlook für den Desktop bekommen Mails doppelt zugestellt, solange sie das freigegebene Postfach ebenfalls abrufen.

Einrichtung

Erst einmal Exchange Management Shell aufmachen, ich gehe davon aus dass ihr wisst wie das geht. Ansonsten halt DuckDuckGo…
Jetzt gehts weiter:

Set-Mailbox -Identity "XY" -DeliverToMailboxAndForward $true -ForwardingSMTPAddress "irgendeinemail@irgendeinedomain.com"

Set-Mailbox: Fasse Postfach an, -Identity als Marker welche Mailbox gemeint ist
-DeliverToMailboxAndForward ist ein AD-Attribut, das sichert dass Mails zugestellt UND weitergeleitet werden, ist das nicht drin wird die Mail nur weitergeleitet und kommt gar nicht erst im Freigegebenen Postfach an. – $true ist ein Boolean, wollt ihr das nicht, lasst das Attribut weg, $false Booleans setzt man nur dann wenn man explizit false ausdrücken möchte.
-ForwardingSMTPAddress ist das wichtige Attribut hier, das muss die Empfängermail enthalten, als Mailadresse, nicht als -Identity. Kann alles sein, Hacker, externe Mails. Wir nutzen das hier aber nur um an intern weiterzuleiten, also Mail des persönlichen Postfachs rein an das weitergeleitet werden soll.

ForwardingSMTPAddress fässt genau eine Adresse, sind mehrere gefordert muss eine Verteilergruppe angelegt werden, dann ist der Verteiler der Wert fürs Attribut.

Der Befehl gibt nichts aus, wundert euch nicht. Deswegen die Kontrolle:

Get-Mailbox -Identity "XY" | Format-List ForwardingSMTPAddress,DeliverToMailboxAndForward

Get-Mailbox: Rufe Postfach auf,
-Identity kennt ihr schon.
| ist ein verketteter Befehl, ihr wollt was anderes als üblich haben.
Format-List (Ausgabe formatieren) – und dann die Attribute die wir eben angefasst haben.

Nun werden Mails an das freigegebene Postfach schön abgezwackt und in persönliche Postfächer zugestellt.
Nachteil wie oben aus dem Experten-Bereich: Niemand sieht das, jedenfalls niemand der nicht explizit daran denkt.

Dies ist nur die technische Methode, Datenschutz weiter auszuführen sollte jeder für sich machen. Das ist zu individuell.

Diese Methode weiterspinnen

Zusätzlich dazu sehe ich die Möglichkeit für die Empfänger von Freigegebenen Postfächern extra private-postboxes zu erstellen an die eben jene Mails dann weiter gehen, weil eben nur Private von Outlook Apps abgerufen werden kann. Damit haben die User dann eben zwei Postfächer in den Apps hinterlegt, von denen eins eine Spiegelung des freigegebenen ist.
Diese Methodik zieht allerdings andere Probleme mit, besonders wenn doppelte Privat-Postboxen eben auch doppelte AD-Accounts benötigen.

Fazit

Die Tage von On-Premise Exchanges sind gezählt. Heutzutage geht man statt lokaler Server eher den Weg zu redundanten Internet-Strecken um eben Azure und Microsoft 365 verlässlich erreichen zu können.
Microsoft wird sich also bezüglich Featureupdates für On-Premise Exchanges eher zurückhalten und die volle Energie in Microsoft 365 für Endkunden und Enterprise stecken. Das lässt die Zeitbombe für Unternehmen und Dienstleister ticken, die vielleicht aus finanzieller Sicht On-Premise weiterhin promoten, mit einem Stück Hardware, entweder beim Kunden oder als vom Dienstleister gemietetes Rechenzentrum lässt sich halt gut Marge fahren. Darauf sollte ein Vertrieb achten. Ich bin sowieso immer für sehr viel mehr Langzeit-Planung im vertrieblichen Bereich. Besonders beim Konflikt zwischen nachhaltig-verlässlicher Lösung und größerer Marge.

Das Problem von Freigegebenen Postfächern auf Mobilgeräten wird sich also auf längere Sicht selbst beheben, weil es früher oder später einfach gar keine andere Möglichkeit mehr als Exchange-Online geben wird.
Ein Quick-Win ist aber nur über diese „dreckige“ Methode aus shared-postbox mails private-postbox mails zu machen verfügbar.

Whatsapp wird weggefacebookt

Starker Titel, aber diese Jahreswende spült mir Google ziemlich viele WhatsApp-Neuigkeiten auf die Mattscheibe. So soll man jetzt Werbung im Feed haben und kann An Freunde zahlen. Dafür wird dann zumindest für Deutschland der freie Export von Nachrichten genommen. (Wusstet ihr dass es das gibt? Habt ihr das schon genutzt? Nein? Dann wissen wir zumindest warum Facebook das raus optimiert)

Die Werbung soll vermutlich so aussehen wie sie in Instagram ebenfalls aussieht. Mitten in den Stories irgendeine auf „Story“ spielende Werbung die dann nun mal euren Chat-Keyword-Interessen entspringt.
Allerdings wird dadurch die App immer mehr zu einem Facebook-Messenger (also der eigentlichen Chat-App von Facebook).
Der Messenger von Facebook war noch nie so groß beliebt, genau das ist ja der Grund warum für extrem viel Geld Whatsapp gekauft wurde. Nun greift aber nicht Whatsapp den Messenger an, sondern die Entwicklung geht genau anders herum. Das Team wurde von Facebook aufgekauft und scheinbar von ihrem noblen „Whatsapp muss sicher und vertrauenswürdig sein“ Gedanken abgewendet.

Das sind erst einmal zwei valide Gründe warum eine Firma eine andere kauft. Man braucht deren Software (oder Produkte) oder man braucht deren Arbeitskraft (oder deren Ideen).
Das Problem dabei: Whatsapp wurde genau für den noblen Gedanken populär werbefrei und vertrauenswürdig zu sein. Die überwiegende Mehrheit der Nutzer wird dies von Facebook nicht sagen wollen.
Wird Whatsapp also immer mehr zum Facebook Messenger sehe ich eher den gleichen Effekt den Facebook als Plattform sowieso schon hat. Die aktuelle Generation nimmt man mit, die nächste verliert das Interesse oder hat einfach keinen Bedarf.
Damit wird dann Telegram als der inzwischen zweitgrößte Messenger hoffentlich ein Teil vom Kuchen abbekommen.
In gewisser Art wird Facebook demnach Whatsapp „wegfacebooken“. Entweder weil sie es nicht anders können, oder weil sie den Langzeiteffekt vieler Tätigkeiten nie oder nicht ganz betrachten werden.

Im Windows-Startmenü mit Google suchen

Ihr kennt das sicherlich, ihr gebt im Startmenü irgendwas ein und schwupps ist Microsof Edge mit einer Bing-Suche aktiv.

Zack, Bing, Zack Microsoft Edge – obwohl man eigentlich den Google Chrome schon offen hat und dort eh suchen könnte.

Mit dem kleinen Programm EdgeAndBingDeflector ist das alles kein Problem mehr.
Das Programm ist ein Fork von dem EdgeDeflector, der einfach nur auf den Standardbrowser umleitet – nur mit hinzugefügter Umschreibung des Links auf ein Google oder DuckDuckGo Suchergebnis.

Einmal herunter geladen und beim Installieren die SmartScreen Warnungen von Windows ignoriert (das Programm ist laut VirusTotal zumindest in Version 1.2 virenfrei) wird zwei mal gefragt ob man denn die Suchmaschine umleiten möchte und wohin das ganze gehen soll.

Danach muss nur noch unter „Einstellungen“ -> „Apps“ -> „Standardapps“ -> „…nach Protokoll auswählen“ das Protokoll MICROSOFT-EDGE: auf das Programm EdgeDeflector gebunden werden und nun sucht ihr mit den Bing-Suchtreffer-Vorschlägen im Startmenü dann letztendlich doch mit Google im Google Chrome Webbrowser (oder dem jeweiligen installierten Standardbrowser).

Microsoft passt das Startmenü immer mehr an, so kann man nun auch direkt die Bing-Suchtreffer über einen Klick auf den Pfeil aufrufen – aber jeder Link der dann dort geklickt wird öffnet sich nun im Standardbrowser und öffnet nicht mehr den neuen Edge-Browser.

 

IVPN.net nun mit eigener App

Ein kleines Manko des relativ guten VPN-Diensts IVPN war es immer, dass die Konfiguration abseits von Windows immer etwas umständlicher war.
So musste man sich für iPhones und Androids OpenVPN-Apps herunterladen und mit diesen Konfigurationsdateien laden um sich überhaupt verbinden zu können.

Mit einer neuen App ist das nun anders. IVPN holt den Konkurrenten NordVPN ein und bietet jetzt ebenfalls eine App, die zudem auch noch einfacher aufgebaut ist. Herunterladen, den Server auswählen, die Meldung von Android bestätigen und schon ist man verbunden.
Der große Vorteil der eigenen Apps ist dann, dass nicht mehr mit Konfigurationsdateien die sich auch mal ändern und aktualisiert werden gehandhabt werden muss.
Ein weiterer Vorteil wäre dann die Integration der eigenen Services. IVPN bietet zu dem VPN-Service auch Obfsproxy an, mit denen Touristen in Ländern in denen das Internet immer weiter zensiert wird ihre gewohnten Dienste weiterhin nutzen können und so z.B. bei einem dringenden Vorfall auf der Arbeit weiterhin reagieren können.

Gerade die Funktionen sprechen auch für den dennoch äußerst teuren VPN-Service von IVPN. Ebenfalls spricht die Einstellung des Affiliate-Programms für IVPN, damit Empfehlungen und Reviews für den Dienst nicht auf Basis von Werbeprofit-Gedanken erstellt werden können.

IVPN - Secure VPN for Privacy
IVPN - Secure VPN for Privacy
  • IVPN - Secure VPN for Privacy Screenshot
  • IVPN - Secure VPN for Privacy Screenshot
  • IVPN - Secure VPN for Privacy Screenshot
  • IVPN - Secure VPN for Privacy Screenshot
  • IVPN - Secure VPN for Privacy Screenshot

iOS rechnet seit längerem falsch

Der WTF des Tages – diesmal wieder von Apple. Ähnlich wie die Zeitumstellungsprobleme trifft es jetzt die Taschenrechner-App.
Bedient man diese nicht äußerst langsam rechnet sie grundsätzlich falsch.

 

Das existiert jetzt nicht nur in aktuellen Beta-Softwares für iPhones und iPads, sondern ist seit der Stable-Version von iOS 9 so im System drin.
Nachvollzogen auf aktuellem Versionsstand 11.0.3 und einem eher sehr alten iOS 9 von Golem.

Der Workaround liest sich genau so lustig: Die Taschenrechner-App auf iPhones und iPads besonders langsam bedienen und Eingaben nachprüfen.
Ein Bugfix steht noch aus, vermutlich wird daraus ein langwieriger Prozess, da der Fehler doch sehr stark an die jährlich wiederkehrenden Zeitumstellungs-Probleme erinnert.

 

UPDATE: Mit 11.2 passt wieder alles, eine zu lang laufende Animation auf die halt nicht getippt werden konnte verursachte das alles…

Hangouts Meet und Chat: Allo und Duo, nur eben als Enterprise

Neben Allo, Duo, der Messenger-App für SMS und co auf Android, dem normalen Hangouts und den Überbleibseln aus dem alten Google Voice existieren nun auch wieder zwei neue Messenger aus dem Hause Google.

Im Grunde genommen nicht einmal neu – Google nennt die Video-Funktion von Hangouts nun „Hangouts Meet“ und die Chat-Funktion folgerichtig „Hangouts Chat“, nur eben gelabelt als Enterprise-Software.
Interessierte Unternehmen sollten für die neuen Hangouts-Funktionen unbedingt die „G Suite“ als Rahmen für alles Enterprise-Mäßige nutzen. Ohne diese würden nur die Endkundenfunktionen zur Verfügung stehen.
Wer dennoch mit Hangouts Chat starten möchte, sollte dann hier beginnen

via

Ein paar Wochen mit dem Fileee Scanaufsatz

Einige Wochen (oder sind es schon Monate?) ist es her, dass ich endlich meine Fileee-Box mitsamt Scanaufsatz erhalten habe. Die App dazu gibt es ja schon um einiges länger, irgendwann startete man mit einer Art „Crowdsourcing“ für eine Scan-Möglichkeit.

Mit Fileee erhoffte ich mir das Papier endlich nicht immer wieder durchwühlen zu müssen. Ganz weg geht das Papier auch im Papierlosen Büro nie, dafür ist die Digitalisierung noch lange nicht genug in Deutschland angekommen.

There’s an app for that

Die Fileee App lädt dann alles was ihr habt erst einmal in die Cloud – das ist für einige schon der Knackpunkt dazu nein zu sagen – aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. So öffnete ich mein TrueCrypt-Archiv in dem ich so oder so alles mögliche hatte und wuppte das einmal hoch ins Netz.
Dank der App lief dann alles in eine Art scannen, abheften, wegpacken und dann letztendlich erst lesen wenn die Fileee-App mir gesagt hatte von wem das nun eigentlich war, was ich da eben in der Hand hatte.

Das klappte mehr oder weniger gut. Es kann aber auch an der kleinen Datenbasis liegen, die Fileee zum Start hatte – ohne Daten können die passenden Firmen halt auch nicht erkannt werden. Das wird aber mit der Zeit kommen, sofern die Nutzer natürlich die fehlenden Daten zu den eigenen Rechnungen vervollständigen.
Was mir negativ dabei auffiel: Das System scheint leider nicht bzw. nur sehr langsam zu lernen was denn nun Scans von dieser einen Firma sind. Man kann z.B. 10 identische PDF-Dateien der Starbucks-Mails hochladen und diese akkurat als Starbucks markieren – zukünftige Mails werden anscheinend trotzdem wieder nicht erkannt. Hier scheint das System glaube ich zu starr auf einen Briefkopf aus zu sein – aber so tief stecke ich in der Materie nun auch nicht drin…

Worin das System allerdings erstaunlich gut ist: Die Unterscheidung zwischen Rechnung, Lieferscheinen und anderen Briefen. Lade ich eine Rechnung hoch, ist zumindest der Typ des Dokuments immer akkurat erkannt.

und dann kam die Box…

nicht mehr lochen, einfach Scannen und weg damit. Analoges Dingsbums einfach nur noch so kurz wie möglich in der Hand gehalten. Das scheint der Ziel der Box zu sein. Ich habe natürlich etwas überdramatisiert, aber so in etwa fühlt es sich für mich an. Die Dokumente werden gescannt und dann in chronologischer Reihenfolge einfach seitlich über die Klappe in die Box gelegt. Will man mal was wiederfinden ist es ja eh meist in der Fileee-App indexiert, und brauch man davon warum auch immer wieder mal was analoges, gibt es ja immer noch die Digital-Analog-Converter namens „Drucker“.

Das klappt alles ziemlich gut, das einzige wofür ich die Box reell noch öffne ist es um Dinge reinzulegen, alles andere ist digitalisiert und schwebt in der Cloud.
Dank Volltextsuche auch relativ gut verwaltbar. Das klappt erstaunlich gut – Scanne ich eine Rechnung und suche anschließend nach dem darauf stehenden Artikel findet die App entsprechende Rechnung tadellos.
Das Herausnehmen von Dokumenten aus einer Box stellt sich allerdings als etwas umständlicher heraus. Vorher muss Fileee gesagt werden, dass das Dokument nicht mehr in der Box liegen soll – d.h. einmal die Box in der App angewählt, passendes Dokument gesucht, das Analog-Gedöns dazu gefunden (was anhand der Farbcodes einigermaßen gut funktioniert) – und dann kommt die eigentliche Schwierigkeit:

Es existiert augenscheinlich erst einmal nichts um genau dieses Blatt digital „aus der Box herauszunehmen“. Man kann Löschen, aber man möchte doch nicht gleich ein Dokument löschen, oder?
Die einzige Möglichkeit die ich in der App sehe – die Einzelansicht muss über den „Editieren“-Button aufgerufen werden – darin kann man dann die Box entfernen und hat dann nur noch ein digital sprichwörtlich herumflatterndes Dokument in seinem Filee Account. Ist man dann fertig muss einmal in der gleichen Ansicht die Box wieder angewählt werden – dann wird das Dokument aber wieder ganz nach oben gelegt – das macht die ganze chronologische Ordnung, die dann irgendwie doch wichtig ist, ziemlich kaputt.

…und der Scanaufsatz

Vollständig aus Pappe, aber dennoch stabil. Daran zweifelte ich ein bisschen, bis jetzt wurde das Versprechen allerdings gehalten. Es flogen mir zwar beim Auspacken des Bausatzes zwei Magnetscheiben (die erstaunlich stark sind) entgegen – die Box hält aber so auch ziemlich gut. Daher könnte das auch ein Ersatzmagnet gewesen sein (der mich dank des Magnetismus dann doch etwas länger als erwartet vor dem endgültigen Aufbau abgehalten hat.)

Der Aufbabu ist relativ simpel, Die Faltkanten da knicken wohin sie ohnehin schon hingebogen wurden, alles andere klickt dann fast magisch-magnetisch zusammen und – es hält einfach.
Das gleiche mit der Box, einfach drüber gehalten gibt es ein lautes „Magnetklacken“ und alles sitzt…
Per Strichcode auf der Box wird beim Scannen die passende Box erkannt (in 99,5% aller Fälle) – Dann das Dokument hineingelegt und mit gefühlt 80%-Wahrscheinlichkeit habt ihr dann schon einen passenden Scan in der App – sofern das Smartphone oben auflag und die Scan-Funktion der App aktiviert ist. – Dank Klarweiß-LED-Streifen an der Oberseite sehen die Scans in aller Wahrscheinlichkeit auch meistens vernünftig aus.
Was ich mir wünschen würde: Oben und unten ein paar schwarze Klemmen, mit denen man das Blatt glatt ziehen kann. In vielen Fällen schafft die App das auch so, aber es gibt immer einige Dokumente die besonders garstig sind (z.B. Telekom-Recyclingpapier-Briefe) und einfach erst beim vierten oder fünften Versuch vernünftig gescannt werden.

Alles in Allem ist die App aber ziemlich gelungen. Die Datenverwaltung wird ein Stückchen einfacher als mit der guten alten „Alle PDFs in Jahresordner“-Struktur. Mit Box und Scanaufsatz hat man auch eine praktikable Lösung um halbwegs papierfrei zu bleiben.
Dank der einfachen Verwaltung mit der Box bin ich ziemlich sicher, dass Ordner bei mir irgendwann ausgedient haben werden.
Einige der oben angesprochenen Eckpunkte in der App nerven zwar – aber mit Geduld ist alles machbar…

Wer in Fileee einsteigen möchte, kann dies auf der Homepage von Fileee machen, wer gleich groß einsteigen möchte kann sich auch sofort die Box, den Aufsatz oder beides im Shop bei Fileee kaufen.

Verzögerter Versand in Office Outlook aktivieren

Kleiner Aspekt den ich noch nicht so genau kannte – wer den verzögerten Versand in Google Mail zu schätzen gelernt hat, kann dies auch unter Outlook erreichen.

Regel-Assistent von Outlook

Der Weg dahin ist denkbar einfach. Eine neue Regel auf alle versendeten Nachrichten erstellen und die einzige Aktion ist „verzögerter Versand“.

Die Regeln findet ihr unter Outlook 2016 im Register „Start“ im Abschnitt „Verschieben“. Dies ist der einzige Punkt der sich von der offiziellen Anleitung von Microsoft unterscheidet.

Im letzten Schritt kann man nach belieben einige Ausnahmen definieren. So habe ich z.B. eine Ausnahme für wichtige Nachrichten erstellt.
Wichtig zu beachten ist auch – die Regel greift nicht Exchange-weit, sie muss also pro verwendetem Client extra erstellt werden. Schließt ihr dann ein Outlook in dem eine Nachricht aussteht, wird diese auch nicht gesendet – Nach dem Senden muss Outlook also zwingend die definierte Zeit offen bleiben, damit die Nachricht auch gesendet wird.

via